
Nachhaltigkeit
Am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie im Potsdam Science Park spiegelt sich Nachhaltigkeit nicht nur in der Forschung selbst wider, sondern auch in der Art und Weise, wie geforscht wird. Während sich das Institut auf Grundlagenforschung konzentriert, die die Wissensbasis für zukünftige nachhaltige Landwirtschaft bildet, minimiert der Campus aktiv seinen eigenen ökologischen Fußabdruck durch energieeffiziente Infrastruktur und großflächige Nutzung erneuerbarer Energien. Durch eine umweltbewusste Gestaltung des Campus wird nachhaltige Forschung durch nachhaltige Forschungsbedingungen unterstützt.
Klimafreundliche Energieversorgung
Die Max-Planck-Institute in Potsdam bauen die Nutzung erneuerbarer Energien kontinuierlich aus und verbessern die Effizienz der bestehenden Infrastruktur. Eine Photovoltaikanlage und eine große Geothermieanlage decken einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs des Campus, unterstützt durch eine hocheffiziente Gas-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. In den 1990er Jahren wurden zwei Gaskraftwerke mit einem Wirkungsgrad von fast 80 Prozent installiert, die bis heute zuverlässig arbeiten. Seit 1999 stärkt eine Geothermieanlage mit rund 160 Sonden die nachhaltige Energieversorgung des Campus zusätzlich.
Ein wichtiger Meilenstein in der Energiewende des Campus ist die innovative Agrivoltaikanlage, die 2024 auf einer Fläche von rund 6.000 Quadratmetern auf dem Max-Planck-Campus installiert wurde. Diese Anlage produziert sauberen Strom und ermöglicht gleichzeitig die Pflanzenforschung unter den Solarmodulen. Der erzeugte Strom wird direkt an die Institute in Golm geliefert. Nach dem Bau wurde eine Blühwiese angelegt, um die Biodiversität zu fördern, wobei 1.000 Quadratmeter dauerhaft als natürlicher Lebensraum erhalten bleiben. Darüber hinaus wurde auf dem Dach des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik eine weitere Photovoltaikanlage installiert.
Zusammen ermöglichen es diese Maßnahmen den drei Max-Planck-Instituten in Potsdam, ihre CO₂-Emissionen um mehr als 600 Tonnen pro Jahr zu reduzieren.
Neben der Energieerzeugung legt das Institut großen Wert auf die Reduzierung des Energieverbrauchs. Ultratiefkühlgeräte wurden durch energieeffiziente Modelle ersetzt, die bis zu 65 Prozent weniger Strom verbrauchen. In allen Gebäuden wird LED-Beleuchtung eingeführt, wobei das Gewächshaus in 2022 vollständig auf LED-Technologie umgestellt wurde. Diese Maßnahmen reduzieren den Energiebedarf erheblich und gewährleisten gleichzeitig optimale Forschungsbedingungen. Die umfangreichen Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz wurden größtenteils vom Land Brandenburg finanziert und von der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.
Biodiversität und Campusleben
Nachhaltigkeit auf dem Campus geht über Technologie hinaus. Grünflächen, Blumenwiesen, Aussichtsplattformen für Greifvögel und ein Bienenhotel fördern die lokale Biodiversität und schaffen wertvolle Lebensräume für Wildtiere. Ein Gemeinschaftsgarten und barrierefreie Dachterrassen bieten Raum für ökologisches Engagement und informellen Austausch zwischen Mitarbeitern und Besuchern. Sportplätze für Fußball und Beachvolleyball runden das Campusleben ab und unterstreichen die enge Verbindung zwischen Forschung, Erholung und Umweltbewusstsein.


