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Dipl.-Ing. agr. Ursula Ross-Stitt
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2011

Jeff-Schell-Preis für Nachwuchswissenschaftler

28. Juni 2011

Am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie wurde in diesem Jahr erstmalig der Jeff Schell Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeit an einen Doktoranden und einen Postdoktoranden verliehen. Die mit jeweils 2.500,- Euro dotierten Preise gingen in diesem Jahr an Dr. Wagner Luiz Araùjo und an Dr. Ronan Sulpice.

Von links nach rechts: Prof. Willmitzer, Preisträger Dr. Wagner Luiz Araùjo, Prof. Stitt, Preisträger Dr. Ronan Sulpice, Prof. Bock Bild vergrößern
Von links nach rechts: Prof. Willmitzer, Preisträger Dr. Wagner Luiz Araùjo, Prof. Stitt, Preisträger Dr. Ronan Sulpice, Prof. Bock [weniger]

Der Brasilianer Dr. Araùjo erhält den Preis für eine Reihe von Veröffentlichungen, die aus seiner Doktorarbeit hervorgegangen sind. Sein Doktorvater Dr. Alisdair Fernie schreibt in seiner Vorschlagsbegründung: „Diese Veröffentlichungen belegen in eindrucksvoller Weise über welch enorme wissenschaftliche Fähigkeiten Wagner Luiz Araùjo verfügt. Auch außerhalb des MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie haben Dr. Araùjos Arbeiten überzeugt: Bereits kurz nach seiner Promotion ist er an die Staatliche Universität Viçosa in Brasilien als Professor berufen worden.

Der zweite Preisträger, Dr. Ronan Sulpice, ist Franzose. Er arbeitet seit 2004 als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in der Arbeitsgruppe von Prof. Mark Stitt. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten u.a. über die Zusammenhänge zwischen Stoffwechselprozessen und pflanzlichem Wachstum, überzeugte Dr. Sulpice die Jury auch durch die fachliche Unterstützung und Anleitung junger Wissenschaftler und spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von „Frosty“ einem Roboter, der es ermöglicht kleine Proben pflanzlichen Materials bei -80 Grad zu homogenisieren und zu proportionieren. Prof. Mark Stitt sagt über ihn: „ Er ist einer der „sichtbaren“ Postdoktoranden des Instituts.“

In einer feierlichen Zeremonie wurden am Dienstag, den 28. Juni 2011 die Preise und Urkunden an die Preisträger überreicht.

Der Namensgeber des Preises ist der belgische Molekularbiologie Jozef Stefaan (Jeff) Schell (1935 – 2003). Er studierte Zoologie und Mikrobiologie an der Universität in Gent, wo er von 1967 bis 1995 als Professor arbeitete. Von 1978 bis 2000 war er Direktor und Leiter der Abteilung „Molekulare Grundlagen der Pflanzenzüchtung am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln.

Schell war einer der Pioniere der Biotechnologie. Bei seinen Arbeiten zu den Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Bodenbakterien bei der Stickstofffixierung und der Entwicklung pflanzlicher Tumoren zeigte sich, dass einige Bakterien Gene auf Pflanzen übertragen können. Das Ti-Plasmid des Bodenbakteriums Agrobacterium tumefaciens wurde durch Schells Untersuchungen zur Grundlage des ersten und nach wie vor sehr wichtigen Vektors (Genfähre) zur Herstellung transgener Pflanzen.

Quelle: Jozef Schell (Wikipedia)

Die Auszeichnung der beiden Wissenschaftler wurde möglich durch eine großzügige Spende der BASF.

URS

 
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