Kontakt

Rodrigo Perez-Garcia
Telefon:+49 331 567-9233Fax:+49 (331) 567-9201

Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Katja Schulze
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon:+49 331 567-9203Fax:+49 331 567-9202

Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

http://www.mpikg.mpg.de/

Weitere Informationen zu den Künstlern und deren Arbeit

Jurymitglieder

Kunst und Wissenschaft

Agnes Meyer-Brandis (Deutschland) und das Duo Otavio Schipper und Sergio Krakowski (Brasilien) sind erste Teilnehmer am Artist-in-Residence Programm KLAS

13. Juli 2017

Die Max-Planck-Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung und Molekulare Pflanzenphysiologie laden erstmalig innerhalb des Artist-in-Residence Programms KLAS - “Knowledge Link through Art and Science” zeitgenössische Künstler ein, eigene Projekte an den Standorten Wissenschaftspark Potsdam-Golm und der Universität in Groningen (Niederlande) zu entwickeln. In einem Zeitraum von acht Monaten arbeiten die Künstler Seite an Seite mit den Forschern und entwickeln so künstlerische Arbeiten, die eine Brücke schlagen zwischen zeitgenössischen Kunstkonzepten und wissenschaftlicher Forschung.

Ausgewählte Künstler

Auf die öffentliche Ausschreibung des Artist-in-Residence-Programms KLAS bewarben sich insgesamt 200 verschiedene Projekte aus 36 Ländern. Eine Jury aus renommierten Experten aus dem Wissenschafts- und Kunstbereich hat sich für die Projekte von Agnes Meyer-Brandis (Deutschland) und dem Duo Otavio Schipper und Sergio Krakowski (Brasilien) entschieden. Die drei Künstler haben jetzt die Chance die eigenen künstlerischen Herangehensweisen innerhalb eines wissenschaftlichen Umfelds auszutesten und weiterzuentwickeln. Sie können dabei auf langjährige Projekte zwischen Kunst und Wissenschaft zurückblicken und haben bereits international anerkannte und preisgekrönte Werke in verschiedenen Zentren und Institutionen weltweit präsentiert.

Begeistert über die neuen Möglichkeiten, geben die Künstler bereits Einsichten in die von ihnen geplanten Projekte. So freut sich Meyer-Brandis besonders darauf in einem internationalen Team von “SynBio-Experten zu arbeiten: „Ich bin schon sehr gespannt zu erfahren wie Bäume es schaffen sich zu bewegen um vor dem Klimawandel zu fliehen. Auf lange Sicht könnte dieses Gemeinschaftsprojekt einen kleinen Schritt für den Menschen hervorbringen und einen riesigen Sprung für den Baum.”

Schipper und Krakowski versuchen dagegen eine bestimmte Form der Kommunikation zwischen Mensch und Bakterium mittels Klängen zu erzeugen: “Wir glauben fest daran, dass der Blick auf die DNA von Mensch und Bakterium unsere Arbeit entscheidend inspirieren wird. Dieser gemeinsame Nenner wird uns verschiedene poetische Ebenen der Interpretation eröffnen. Auch unsere letzten künstlerischen Arbeiten haben sich schon auf Themen wie Information und Kodierung bezogen.“

Solch interdisziplinäre Begegnungen überbrücken besonders eindrucksvoll die Lücke zwischen den Disziplinen und geben auch einen Einblick in wissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitsmethoden. Vordefinierte Kategorien werden hinterfragt und traditionelle Grenzen zwischen den Fachrichtungen kritisch ausgeleuchtet. Hauptziel von KLAS wird es sein, einen frischen ungetrübten Blick auf die Synthetische Biologie zu erhalten, einem Forschungszweig an der Schnittstelle zwischen molekularer- und Zellbiologie und den Ingenieurswissenschaften.

Synthetische Biologie (SynBio)

SynBio basiert auf einer Dekonstruktion der lebenden Zelle in verschiedene Module und auf einer Rekonstruktion dieser Module mit Hilfe von natürlichen und synthetischen Bausteinen. Einerseits ergibt sich daraus ein besseres Verständnis für die grundlegende Frage „Was ist Leben?“, andrerseits erlaubt die Verwendung von synthetischen Komponenten Module mit erweiterten Funktionalitäten zu konstruieren.   Auf Grund dieses methodischen Zugangs ist SynBio der ideale Rahmen für künstlerische Inspiration und die Entwicklung einer eigenen spekulativen Interpretation von Prozessen und Arbeitsweisen innerhalb dieser Disziplin. Die Erfahrung im Labor wird die Künstler hoffentlich zu neuen Perspektiven führen, die wiederum die beherbergenden wissenschaftlichen Teams zu neuen Entdeckungen und Einsichten beflügeln könnten.

KLAS “Knowledge Link through Art and Science”
“Knowledge Link through Art and Science” (KLAS) ist ein Artist-in-Residence Programm der Max-Planck-Gesellschaft. KLAS fördert den Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft, interdisziplinäre Innovation sowie Bildung und stellt gleichzeitig eine Verbindung zwischen verschiedenen Forschungsinstitutionen her, die sich mit Synthetischer Biologie beschäftigen - Rijksuniversiteit Groningen [RuG] und den Max-Planck-Instituten für Kolloid- und Grenzflächenforschung und Molekularer Pflanzenphysiologie. Zusätzlich zur Vergabe der zwei Artist-in-Residence Aufenthalte wird es Veranstaltungen und Gesprächsrunden zu bestimmten Themen geben. KLAS wird gefördert von der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Schering-Stiftung und organisiert von Polyhedra.

Weitere Informationen zu den Künstlern und deren Arbeit finden Sie unter:

Agnes Meyer-Brandis - www.ffur.de

Otavio Schipper & Sergio Krakowski - www.schipperkrakowski.com/

Jurymitglieder 

(https://klas.mpikg.mpg.de/klas-jury/)

Tomás Saraceno (Architekt, Künstler, Performer); Jens Hauser (Geistes- und Kulturwissenschaften und Medical Museion, Universität Kopenhagen); Alessandra Pace (Contemporary Art Consultant, Kuratorin); Andrew Pelling (Inhaber des Canada Research Chair Physik und Biologie, Universität Ottawa); Josep Perelló (Grundlagenphysik, Universität Barcelona); Nicola Triscott (Kulturschaffende, Kuratorin und Autorin, Direktorin von Arts Catalyst) und Nathalie Singer (Experimentelles Radio, Bauhaus Universität – Weimar).

 
loading content