Ansprechpartner

profile_image
Dr. Christina Beck
Leiterin der Kommunikationsabteilung
Telefon:+49 89 2108-1275

Originalpublikationen

Das Jahrbuch ist der wissen­schaftliche Rechen­schafts­bericht der Max-Planck-Gesellschaft. Darin enthalten sind die Forschungs­berichte aller Max-Pla

Jahrbuch 2017

Das Jahrbuch ist der wissen­schaftliche Rechen­schafts­bericht der Max-Planck-Gesellschaft. Darin enthalten sind die Forschungs­berichte aller Max-Planck-Einrichtungen, die Vorträge und Reden der Haupt­versammlung sowie die biblio­graphischen Daten aller über 13.000 wissenschaftlichen Ver­öffent­lichungen im jeweils vergangenen Jahr.

Jahreshauptversammlung 2017

Am 21. und 22. Juni trifft sich die Max-Planck-Gesellschaft in Weimar, Jena und Erfurt zu ihrer 68. Jahresversammlung.

Max-Planck-Gesellschaft tagt in Thüringen

21. Juni 2017

Am 21. und 22. Juni trifft sich die Max-Planck-Gesellschaft in Weimar, Jena und Erfurt zu ihrer 68. Jahresversammlung. [mehr]
Der Chemiker hat mit der automatisierten Zuckersynthese die Entwicklung neuartiger Impfstoffe, Therapien und Diagnostika ermöglicht.

Pionier der Glykowissenschaften: Peter Seeberger erhält Stifterverbandspreis 2017

13. Juni 2017

Der Chemiker hat mit der automatisierten Zuckersynthese die Entwicklung neuartiger Impfstoffe, Therapien und Diagnostika ermöglicht. [mehr]
Der Jurist mit langjähriger Führungserfahrung in der Max-Planck-Gesellschaft ist eng vertraut mit der Forschungsadministration und der nationalen wie

Rüdiger Willems neuer Generalsekretär der Max-Planck-Gesellschaft

22. Juni 2017

Der Jurist mit langjähriger Führungserfahrung in der Max-Planck-Gesellschaft ist eng vertraut mit der Forschungsadministration und der nationalen wie internationalen Wissenschaftspolitik [mehr]

Leseproben aus dem Jahrbuch

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

22. Juni 2017

Unser Jahrbuch 2017 bündelt Berichte über Forschungsarbeiten der Max-Planck-Institute und vermittelt anschaulich die Vielfalt an Themen und Projekten. Wir haben sieben Beiträge ausgewählt.

Wirkstoffe gegen Parkinson

Ab 2017 soll der Wirkstoff anle138b am Menschen getestet werden. Bild vergrößern
Ab 2017 soll der Wirkstoff anle138b am Menschen getestet werden.

Neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson gehen mit Proteinklumpen einher, die sich in den Nervenzellen ablagern und stark toxisch wirken. Die betroffene Zelle büßt ihre Funktion ein und geht zugrunde. Im Fall der Parkinson-Erkrankung verklumpt das Protein alpha-Synuclein zu Lewy-Körperchen. Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Forscher suchen daher seit langem nach Therapien, die nicht nur auf die Symptome abzielen, sondern die Ursachen bekämpfen. Ein Team um Christian Griesinger am MPI für biophysikalische Chemie hat in Kooperation mit dem Team von Armin Giese an der LMU eine Substanz entdeckt, die direkt am Protein ansetzt und die Verklumpung hemmt. Der oral verfügbare Wirkstoff namens anle138b erwies sich im Mäuseversuch als vielsprechend: An Parkinson erkrankte Nager, die damit behandelt wurden, schnitten in Bewegungsexperimenten deutlich besser ab als ihre unbehandelten Artgenossen. Ab 2017 soll das Präparat in einer Phase-1-Studie am Menschen getestet werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Raketentreibstoff in Bakterien

Wie die Mikroben mit Hydrazin umgehen, beschäftigt Thomas Barends und seine Kollegen am MPI für medizinische Forschung. Bild vergrößern
Wie die Mikroben mit Hydrazin umgehen, beschäftigt Thomas Barends und seine Kollegen am MPI für medizinische Forschung.

Ob als Bestandteil von Proteinen oder der Erbsubstanz – ohne Stickstoff gäbe es kein Leben. Im Stickstoffkreislauf wird das Element ständig umgewandelt und zwischen organischer Materie und Atmosphäre ausgetauscht. Einer der wichtigsten chemischen Schritte in diesem Kreislauf wurde erst in den 1990er-Jahren entdeckt: der Anammox-Prozess. Bestimmte Bakterien nutzen ihn, um aus Ammoniak und Nitrit molekularen Stickstoff herzustellen. Als Zwischenprodukt entsteht Hydrazin, eine extrem reaktionsfreudige Verbindung, die auch als Raketentreibstoff dient. Wie die Mikroben mit der brisanten Fracht umgehen beschäftigt Thomas Barends und seine Kollegen am MPI für medizinische Forschung. Im Fokus der Forscher steht das Enzym Hydrazinsynthase, das aus Ammoniak und Stickstoffmonoxid Hydrazin herstellt. Es besteht aus zwei aktiven Zentren, die über ein Tunnelsystem verbunden sind. Damit gleicht es einer Fabrik im Miniaturformat – inklusive Reaktionsgefäßen und Chemikalienleitungen.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Gentechnik an der Wurzel gepackt

Viele Früchte, die wir essen, stammen von veredelten Pflanzen. Bild vergrößern
Viele Früchte, die wir essen, stammen von veredelten Pflanzen.

Woher weiß eine Pflanze, wann sie etwa Früchte bilden soll? Um dies zu steuern, müssen unterschiedliche Pflanzenteile miteinander kommunizieren. Eine wichtige Rolle dabei spielen mobile Messenger-Ribonukleinsäuren (mRNAs). Diese kleinen Signalmoleküle werden über die Leitbündel transportiert und an ihrem Zielort in Proteine übersetzt. Mehr als 2000 individuelle mRNAs haben Forscher bereits entdeckt. Friedrich Kragler und sein Team am MPI für molekulare Pflanzenphysiologie versuchen, die Signale zu entschlüsseln – entscheidend auch für die Pflanzenzucht: Viele Früchte, die wir essen, stammen von veredelten Pflanzen. Dabei werden die Früchte tragenden Teile einer bestimmten Sorte auf einen genotypisch andersartigen Wurzelstock gepfropft, um etwa den Ertrag zu steigern. Eine transgen veränderte Wurzel kann somit mRNA-Botschaften an eine nicht-transgene Blüte senden. So ließen sich die Pflanzen hochspezifisch modifizieren, ohne gentechnisch veränderte Früchte zu produzieren.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Planet bei Proxima Centauri entdeckt

Blick auf eine neue Welt: Die künstlerische Darstellung zeigt den erdähnlichen Planeten um den mit 4,24 Lichtjahren nächstgelegenen Fixstern Proxima C Bild vergrößern
Blick auf eine neue Welt: Die künstlerische Darstellung zeigt den erdähnlichen Planeten um den mit 4,24 Lichtjahren nächstgelegenen Fixstern Proxima Centauri. [weniger]

Proxima Centauri ist mit einer Entfernung von vier Lichtjahren der sonnennächste Stern. Mitte 2016 haben Astronomen, zu denen auch Martin Kürster vom Heidelberger MPI für Astronomie gehört, einen Planeten entdeckt, der Proxima Centauri alle 11,2 Tage in einem Abstand von sieben Millionen Kilometern umläuft. Der Planet, der etwa 1,3 Erdmassen schwer ist, befindet sich in einer Zone, in der es möglicherweise flüssiges Wasser und, bei Vorhandensein einer geeigneten Atmosphäre, die richtigen Bedingungen für Leben geben könnte. Allerdings gibt es zwei Einflüsse, die die Entstehung von Leben auf diesem Planeten vermutlich erschweren: Wahrscheinlich wendet der Planet seiner Sonne immer die gleiche Seite zu, so dass auf der einen Seite ewiger Tag, auf der anderen ewige Nacht herrscht. Außerdem ist Proxima Centauri ein sehr aktiver Stern: Er erzeugt zeitweise hochenergetische Strahlung, die den Planeten trifft – auch das eher ungünstige Voraussetzungen für Leben.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Neuer Mechanismus der Lichtleitung

Kernlose Glasfaser: Wenn eine photonische Kristallfaser verdrillt ist, braucht sie keinen Kern mit einem anderen Brechungsindex, um Licht in ihrem Inn Bild vergrößern
Kernlose Glasfaser: Wenn eine photonische Kristallfaser verdrillt ist, braucht sie keinen Kern mit einem anderen Brechungsindex, um Licht in ihrem Inneren zu bündeln.

Wissenschaftlern um Philip Russell, Direktor am MPI für die Physik des Lichts in Erlangen, ist es das erste Mal gelungen, Licht durch eine kernlose Faser zu leiten. Glasfasern enthalten normalerweise einen lichtleitenden Kern, dessen Glas einen höheren Brechungsindex hat als das Glas der äußeren Hülle. Dadurch wird das Licht an der Hülle reflektiert und im Kern gehalten. Die Wissenschaftler erforschen photonische Kristallfasern, eine spezielle Art von Glasfasern, die regelmäßige Hohlräume aufweisen. Verdreht man diese Fasern entlang ihrer Längsachse, ist das Licht gezwungen, sich auf einer schraubenförmigen Bahn auszubreiten. Zur überraschung der Wissenschaftler zeigte sich, dass durch das Verdrehen auch kernlose photonische Kristallfasern in der Lage sind, Licht robust zu leiten. Die Wissenschaftler zeigten ebenfalls, dass es eine enge Verbindung zwischen dem Leitungsmechanismus und der Krümmung eines Raumes durch eine Masse in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie gibt.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Steueroasen unter Druck

Gelder im Trockenem: Max-Planck-Wissenschaftler haben Erwartungen der Anleger untersucht, die maßgeblich über den Fortbestand einer Steueroase bestimm Bild vergrößern
Gelder im Trockenem: Max-Planck-Wissenschaftler haben Erwartungen der Anleger untersucht, die maßgeblich über den Fortbestand einer Steueroase bestimmen.

Die Bekämpfung von Steueroasen ist seit Jahren auf der Tagesordnung der OECD und der G-20-Länder. Der Kampf gegen die Steuerflucht gestaltet sich allerdings schwierig. Der Finanzwissenschaftler Kai Konrad und sein Doktorand Tim Stolper vom MPI für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen haben die Rolle der Erwartungen der Anleger untersucht. Sie zeigen, dass mehrere Gleichgewichte unterschiedlicher Erwartungen existieren, die maßgeblich über den Fortbestand einer Steueroase bestimmen. Mithilfe eines Ansatzes aus der angewandten Spieltheorie leiten Konrad und Stolper eine eindeutige Gleichgewichtsprognose ab, deren wirtschaftspolitische Implikationen die Anreize für die individuellen Steuerzahler in den Vordergrund rücken. So hängt die Wirksamkeit des internationalen Drucks beispielsweise sehr davon ab, wie hoch die Gebühren für die Vermögensverwaltung in der Steueroase sind. Der Druck ist besonders wirksam, wenn die Gebühren sehr niedrig oder sehr hoch sind.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Globale Tierrechtswissenschaft

Der Tierschutz hat in Deutschland einen hohen, verfassungsrechtlich verankerten Rang: Im Grundgesetz Art. 20 a wird dem Wohl von Tieren ein bedeutende Bild vergrößern
Der Tierschutz hat in Deutschland einen hohen, verfassungsrechtlich verankerten Rang: Im Grundgesetz Art. 20 a wird dem Wohl von Tieren ein bedeutender rechtlicher Status eingeräumt. [weniger]

Tierschutz durch Recht hat in Europa einen hohen Stellenwert. Das Tierwohl wurde im Recht der Europäischen Union in den vergangenen Jahren aufgewertet und Tierschutz 2002 als Staatsziel in das deutsche Grundgesetz aufgenommen. Auch heben immer mehr Staaten die Gleichsetzung von Tieren und Sachen im Recht auf. über das Tierschutzrecht hinaus geht es Rechtswissenschaftlern nun darum, ein neues Rechtsgebiet des „Globalen Tierrechts“ abzustecken und auszufüllen. Anne Peters und ihre Mitarbeiterin Saskia Stucki vom MPI für Völkerrecht in Heidelberg verfolgen die Forschungsagenda einer globalen Tierrechtswissenschaft. Rechtswissenschaft wird hier als eine gesellschaftsbezogene Wissenschaft verstanden, die zur Bekämpfung sozialer Missstände beitragen soll. Da Tierproduktion und Tierhandel meistens transnational sind, muss hierauf mit globalem Recht reagiert werden, also mit einer Kombination von internationalem und nationalem Recht.

Weitere Informationen zu diesem Thema

 
loading content